Route 76 - On the Road again
Huhu, ich bin noch da! Haaalllooo, liest mich jemand? Aufwachen!
Ah, gut. Ihr seid es.
Ja, danke, es geht mir gut, sogar sehr gut! Danke der Nachfrage.
Nein, ihr braucht euch keine Sorgen zu machen wegen der langen Schreibpause.
Nee, ich habe nicht aufgegeben und auch keine Mid-Lauf-Crisis durchlebt.
Mein Gehirn war beleidigt. Boah, worauf man in seinem Körper alles achten muss!
Hier ein Aua, da ein Mimimi. Immer mault, knirscht, knackt oder zwickt irgendjemand oder irgendetwas in diesem Biotop auf zwei Beinen.
Und nach meinem letzten Post hier Anfang September echauffierte sich eben mein Gehirn wegen (ich zitiere) „kognitiver Verfettung"! Was ist das denn für ein, Verzeihung, übelriechender Gehirnfurz?
Jedes normale Gehirn hätte gesagt: „Hey, ich bin's, Hirni. Ich fühle mich gerade geistig etwas unterfordert. Lust auf ein wenig Gehirnjogging?"
Aber nein, Seine Hoheit leidet unter kognitiver Verfettung. Oh Mann!
Egal.
Also gut, dann mache ich die Birne auch noch glücklich und verpasse ihr eine Ladung „kognitiver Entfettung".
Hirni, ich knall dir eine Fortbildung mit jeder Menge Lernstoff an den Dingsbums-Cortex. Mögen sich Thalamus, Temporallappen und ihre Spießgesellen ruhig einen ordentlichen Muskelkater einfangen.
Der Hippocampus soll gefälligst zusehen, dass davon auch etwas hängen bleibt!
Und während ich mich so vor mich hin fortbildete, brachten mich der Lernstress und mein Hang zum Perfektionismus ordentlich ins Schwitzen.
Mit einem planvollen Vorgehen nach dem Pareto-Prinzip hatte das jedenfalls nicht mehr viel zu tun. Schließlich wollte ich alter Knacker den jungen Leuten im Kurs beweisen, dass mit 66 Jahren das Leben erst beginnt.
Der Beweis ist mir selbstverständlich gelungen. Aber das sei mit der mir eigenen Bescheidenheit nur am Rande erwähnt.
Die Sache mit der Fortbildung hatte allerdings einen Haken:
Keine Zeit mehr für Sport. Keine Zeit für irgendetwas außer Lernen, Essen und Schlafen. Der Tag hatte plötzlich einfach zu wenige Stunden für die schönen Dinge des Lebens übrig. Und als alles erfolgreich absolviert war, habe ich erst einmal drei rote Kreuze gemacht ...
Wenigstens hält Hirni vorerst die Klappe.
Gehirnjogging, regelmäßig betrieben, kann allerdings durchaus zum Wohlbefinden des Gesamtsystems beitragen!
Ja, ich weiß, ist Basiswissen. Verdränge ich trotzdem gerne.
Seien wir doch einmal ehrlich: Letzten Endes steckt in jedem eine faule Sau.
Sogar in mir!
Während wir früher Mammuts jagten, rennen wir heutzutage Sonderangeboten hinterher. Und sind schlecht gelaunt, wenn wir nicht direkt an der Kasse einen Parkplatz bekommen. Da schreit das Belohnungssystem voller Frust nach der Extraportion Leckerlis.
Aber ich schweife mal wieder etwas ab. Es geht hier ja schließlich um meine Bemühungen, überflüssige Kilos loszuwerden.
Und was soll ich sagen? Nachdem ich wochenlang verzweifelt in der Warteschlange vor meinem Tankstopp bei 86 kg ausharren musste, freue ich mich sehr, euch verkünden zu können:
Ich bin wieder auf der Piste!
Aktuell nur noch 84,5 kg schwer. Tadaaa!

Und gestern habe ich endlich meinen ersten Lauf nach der Lehrgangspause absolviert.
Tempo und Durchschnittspuls lassen zwar noch zu wünschen übrig, aber insgesamt bin ich positiv überrascht, wie leicht mir die Runde gefallen ist.
Eigentlich logisch. Waren ja auch gut anderthalb Kilo weniger Glibbermasse zu transportieren.
Heute habe ich wieder eine Runde an den Widerstandsbändern gezupft.
Und so geht es hoffentlich weiter und weiter auf meinem langen Weg zum 76-Kilo-Ziel.
Nächster Tankstopp: 83 kg!
Meine Tabellen und Grafiken habe ich übrigens noch etwas verfeinert.
Die Messpunkte in den Grafiken könnt ihr anklicken oder antippen, um die dazugehörigen Daten zu sehen. Yeah!
48 Läufe · 34 Kraft
Einheiten 1–1225.05. – 21.06.
Einheiten 13–2223.06. – 13.07.
Einheiten 23–3215.07. – 24.07.
Einheiten 33–4225.07. – 07.08.
Einheiten 43–5208.08. – 17.08.
Einheiten 53–6218.08. – 28.08.
Einheiten 63–7229.08. – 09.09.
16 Messungen
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